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Golfkurs auf den Kanaren

Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, El Hierro, La Palma – das sind sie, die kanarischen Inseln, von denen Teneriffa die größte ist. Das gemäßigte, milde Klima dieser Inselregion macht sie auch, wenn es in Deutschland Herbst oder Winter ist, zu einem beliebten Urlaubsziel. Wer nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, sondern sich sportlich und an frischer Luft betätigen möchte, für den ist ein Golfkurs vielleicht genau das Richtige. Das Angebot an Golf-Hotels in reizvoller Lage ist auf den Kanaren durchaus gut. Alleine Gran Canaria verfügt über acht Golfplätze, auf Teneriffa sind es sogar neun und selbst auf der kleineren, noch sehr urwüchsig gebliebenen, Insel La Gomera befindet sich ein, direkt am Meer gelegener, 18-Loch-Golfplatz. In einem einwöchigen Urlaub ist es auch einem absolut unerfahrenen Golf-Anfänger durchaus möglich, die Platzreife zu erlangen, tägliches Training von mehreren Stunden vorausgesetzt. Doch was versteht man nun überhaupt unter dem Begriff “Platzreife”? Eigentlich ist sie nichts anderes als ein Boots- oder Autoführerschein. Die Platzreife ist in Deutschland Voraussetzung, um auf einem Golfplatz zu spielen. Sie zu erlangen erfordert das Erlernen von Theorie und Praxis, wobei beides abschließend geprüft wird, und nach Bestehen beider Teile dem Sportler die Platzreife erteilt wird. Sinn und Zweck ist es natürlich auch, zu vermeiden, dass ein Spieler durch Unkenntnis sich und andere Spieler gefährdet, oder auch den Platz, durch unsachgemäße Schläge, unnötig beschädigt. Im praktischen Teil solch eines, zur Platzreife vorbereitenden Kursus, werden die Grundschläge erlernt, der richtige Körpereinsatz und Schwung trainiert und letztendlich auch der Umgang mit Hindernissen, wie Bunker und Wasser, geübt. Im theoretischen Teil werden die Golfspielregeln vermittelt, und die Etikette wird erlernt. Auf späteren Platzrundgängen mit dem Golflehrer hat der Golfer dann die Gelegenheit, seine theoretisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis mit einzubringen. Die praktische Prüfung besteht oftmals aus genau festgelegten Elementen, wobei diese je nach Golfclub, oder auch im Ausland und in Urlaubskursen, wie eben auch auf den Kanaren, durchaus von denen der deutschen Golfclubs etwas abweichen können. Generell gilt aber, dass ein Golfer mehrere, meistens zehn, gerade Schläge, davon ca. sieben mit einer erreichten Mindestweite von 100-120 m ausführen muss (die Herren müssen weiter schlagen als die Damen). Außerdem beinhaltet die praktische Prüfung mindestens zehn, sich der Fahne annähernde Schläge, so genannte Chips, die aus einer Entfernung von 15 m zum Loch geschlagen werden, und der Ausführung etlicher Putts, wobei der Abschlag hier 15 m, 1,5 m und letztendlich 1 m vom Loch erfolgt. Hierbei ist auch genau festgelegt, in welchem Radius der Ball vom Loch entfernt zum Liegen kommen darf, und wie viele Schläge insgesamt erlaubt sind, bis eingelocht sein muss. Versucht man, die Platzreife in heimatlichen Gefilden zu erreichen, und trainiert unter der Woche maximal drei Mal – mehr ist zeitlich, neben einer Vollzeitberufstätigkeit, meistens für das Golfhobby nicht drin – so kann das Bestehen der Platzreife durchaus drei und mehr Monate dauern. Mit ihr erlangt man ein Handicap von -54, was auch gleichzeitig die Clubvorgabe ist. Doch was kostet nun so in etwa der Urlaubsspaß, und wie schnell kann man auf den kanarischen Inseln die Platzreife erlangen? Auf Teneriffa wird auf dem Golfplatz Golf Costa Adeje ein 5-Tageskurs zum Preis von 485 Euro angeboten. Täglich drei bis vier Stunden Unterricht in kleinen Gruppen von max. vier Teilnehmern sorgen für die nötige Intensität, um die Prüfung in der kurzen Zeit bestehen zu können. Die Prüfung erfolgt nach deutschen Richtlinien und wird, wie auch der Unterricht, in deutscher Sprache abgehalten. Ähnliche Einsteigerkurse bieten auch die meisten anderen kanarischen Inseln. Zu der Golfkurs-Gebühr kommen jeweils noch die Flug- und Hotelkosten hinzu.


 




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